Mit Gott erlebt
Sinnsucher
Nachfolgend lesen Sie die Lebenserfahrung eines Mannes, der auf Sinnsuche für sein Leben war:
Positive Veränderun
g schien etwas mit Religion zu tun zu haben, also ging ich mal zur Kirche.
Vielleicht war ich in der falschen Kirche, denn jedes Mal, wenn ich aus der Kirche kam, ging es mir hinterher schlechter als vorher. Ich bin eher praktisch veranlagt, und was mir nichts bringt, das lasse ich sein. Mein Fazit war: Religion ist nichts für mich.
Als Nächstes beschlich mich das Gefühl, ob nicht der persönliche Ruhm eine Antwort auf die Frage sei, wie man einen wesentlichen Beitrag in unserer Gesellschaft leistet. Etwas lostreten, sich investieren, eine gute Sache voranbringen, im Mittelpunkt stehen...
Vielleicht ist es das, dachte ich.
Als ich dann eine Lehre begann, habe ich mich gleich nach einer passenden Position umgesehen. Ich wurde zum Schülersprecher in der Berufsschule gewählt. Die Leute kannten mich. Ich konnte Entscheidungen in Richtungen treffen, die mir wichtig waren. Am Anfang fühlte sich alles ganz toll an, aber nach einiger Zeit wurde der Job genauso zur Routine und hatte genausowenig Sinn wie alles andere, was ich vorher ausprobiert hatte. Am Montagmorgen bin ich aufgewacht (meistens mit Kopfschmerzen, wegen der Nacht zuvor) und dachte mir: „Bis Freitag hältst du schon durch“.
Christen sind anders
Damals entdeckte ich eine kleine Gruppe, die aus acht Mitschülern bestand. Irgendetwas war mit denen anders. Sie schienen zu wissen, worum es geht und wohin sie wollten. Diese Leute redeten nicht nur von Liebe, sondern man konnte sie erleben. Während alle anderen gestresst waren, schienen sie zufrieden und ausgeglichen zu sein. Sie waren glücklich. Sie hatten etwas, was ich nicht hatte. Zwei Wochen später saßen wir zusammen und das Gespräch ging um das Thema „Gott“. Das Thema an dem Abend interessierte mich nicht besonders, weshalb ich mich danach an eine hübsche Mitschülerin ranpirschte. Ganz relaxed fragte ich sie: „Warum seid ihr so anders? Woher nehmt ihr die Kraft, so unabhängig von den Umständen zu reagieren?“ Sie sah mir geradewegs in die Augen und sagte zwei Worte: „Jesus Christus“. Ich antwortete: „Ach, du meine Güte, hör bloß mit dem Blödsinn auf. Ich hab die Nase voll von Religion.“ Darauf konterte sie: „Ich hab ja auch nicht von Religion gesprochen, sondern von Jesus Christus!“ Und dann erklärte sie mir etwas, was mir bis dahin völlig unbekannt war: Christsein hat nichts mit Religion zu tun. Religion ist, wenn Leute Opfer und gute Werke einsetzen, um näher zu Gott zu kommen oder um ihn gnädig zu stimmen. Im christlichen Glauben dagegen kommt Gott auf die Menschen zu, indem er Jesus, seinen Sohn, auf die Erde schickt und ihnen eine Beziehung mit ihm anbietet.
Wir seien nicht einfach deshalb Christen, weil wir christliche Eltern haben oder in einem christlichen Kulturkreis aufgewachsen sind. Nur weil wir in einer Garage geboren sind, sind wir ja noch lange kein Auto.
Meine neuen Freunde forderten mich heraus, das Leben von Jesus doch einmal selbst unter die Lupe zu nehmen. Ich fand heraus, dass Buddha, Mohammed oder Konfuzius nie den Anspruch erhoben, Gott zu sein. Meine Freunde waren absolut davon überzeugt, dass Gott in Jesus auf die Erde kam, dass er für unsere Vergehen gestorben und am dritten Tag auferstanden ist. Und so kann er auch heute noch in das Leben von Menschen eintreten und sie zum Positiven verändern.
Entscheidung
Nachdem ich mich einige Monate mit Jesus beschäftigt hatte, kam ich zu dem überraschenden Ergebnis, dass er der sein musste, der zu sein er vorgab. Das bereitete mir dann schon einige Probleme. Denn mein Verstand sagte, die Fakten sprechen dafür, aber meine Emotionen zogen mich in eine andere Richtung. Ich musste feststellen, dass der Schritt, Christ zu werden, ganz schön gegen mein eigenes Ego ging.
Dieser Jesus war eine echte Herausforderung an meine innere Haltung. Ein Satz von ihm, packte mich immer wieder: „Merkst du es denn nicht? Noch stehe ich vor deiner Tür und klopfe an. Wer jetzt auf meine Stimme hört und mir die Tür öffnet, bei dem werde ich einkehren. Gemeinsam werden wir das Festmahl essen.“ (Die Bibel in Offenbarung 3 Vers 20). Mir war es ziemlich egal, ob Jesus auf dem Wasser ging oder Wasser in Wein verwandeln konnte, jedenfalls wollte ich kein Sonderling werden. Meine Freunde würden mich für völlig abgedreht halten. Mein Verstand sagte, mach es, das ist vernünftig, aber mein Inneres wollte am Liebsten weglaufen.
Immer, wenn ich mit diesen begeisterten Christen zusammen war, gab es Ärger. Du kannst verstehen, wenn man selbst mies drauf ist und um einem herum sind alle fröhlich, das gibt Konfliktpotential. Eines Abends war wieder mal so eine fröhliche Atmosphäre und ich war übel drauf. Am liebsten wäre ich sofort wieder gegangen, aber ich war auch gerne dort. Ich ging an diesem Abend bereits um Zehn ins Bett, konnte aber bis um Vier nicht einschlafen. Mir wurde klar, dass ich nicht eher Ruhe finde würde, bevor ich nicht das tat, wovon ich schon längst überzeugt war. Irgendwann, ich weiß leider nicht mehr so genau, wann, sagte ich zu Jesus: "Komm du in mein Leben." Ich wurde Christ.
Beten
In dieser Nacht betete ich um vier Dinge, die mir für eine Beziehung mit Jesus wichtig schienen und die seither mein Leben stark verändert haben.
Zuerst: „Jesus, danke, dass du am Kreuz an meiner Stelle gestorben bist“.
Als Zweites: „Ich bekenne dir alles, was in meinem Leben nicht so toll war. Ich bitte dich um Vergebung und dass du mich reinigst.“
Drittens: „Und jetzt öffne ich dir die Tür meines Herzens und Lebens und vertraue dir als Retter und Herrn. Übernimm die Herrschaft in meinem Leben. Verändere mich von innen heraus. Mach mich so, wie du mich haben willst“.
Und als Letztes betete ich: „Danke, dass du in mein Leben gekommen bist. Ich vertraue darauf.“
Es war ein Glaube, der nicht auf einer Unwissenheit basierte, sondern ein Wissen um die historischen und biblischen Fakten.
Alles neu?
Vielleicht hast du schon einige Geschichten gehört, wo jemand mit Gott in Kontakt kam und sich fast unter Feuer und Rauch plötzlich alles änderte. Hm, nachdem ich gebetet hatte, ist erst einmal nichts passiert. Gar nichts. Mir sind keine Flügel gewachsen. Und selbst gefühlsmäßig ging es mir nach dieser Entscheidung eher schlechter.
Aber so sechs bis achtzehn Monate später merkte ich, dass da tatsächlich etwas anders war. Bald darauf war ich im Gespräch mit meinem Chef und ich sagte ihm, dass mein Leben neu geworden sei.
Er unterbrach mich und entgegnete: "Jörg, wollen Sie etwa behaupten, dass im 20. Jahrhundert ein Gott Ihr Leben verändert hat? Wo denn?“ Nach ca. 30 Minuten meinte er: „Ok, das überzeugt mich.“
Lass mich kurz erzählen, was ich ihm erklärte. Ein Bereich, den Gott bei mir verändert hat, war meine Ruhelosigkeit. Ich musste immer etwas zu tun haben. Ich fuhr mit der Bahn zur Arbeit und meine Gedanken überschlugen sich. Wenn ich mich zum Lernen hinsetzen wollte, ging das einfach nicht.
Einige Monate, nachdem ich diese Beziehung mit Jesus anfing, spürte ich einen inneren Frieden in mir. Versteh mich nicht falsch. Das heißt jetzt nicht, dass ich keine Spannungen erlebte. Das Außergewöhnliche am Leben mit Jesus war nicht, dass die Probleme weg waren, sondern, dass ich gelassener mit ihnen umgehen konnte. Dieses Erlebnis hätte ich für nichts auf der Welt eingetauscht.
Ein anderer Bereich, der sich bei mir veränderte, war meine schlechte Laune. Normalerweise rastete ich schon aus, wenn mich jemand blöd ansah. Meine Launen waren so tief in mir verwurzelt, dass ich es nie für möglich gehalten hätte, dass sich da etwas ändern würde. Seitdem bin ich nur noch ein einziges Mal explodiert.
Der Kampf mit dem Hass
Es gibt noch ein anderes Gebiet in meinem Leben, auf das ich nicht stolz bin. Aber ich erwähne es trotzdem, weil ich da sicher kein Einzelfall bin. Das ist der Hass. Und auch beim Thema Hass habe ich erlebt, dass die Beziehung zu Jesus Christus mich verändert hat. In meinem Leben habe ich viel gehasst. Es war nicht immer äußerlich sichtbar, aber in den entscheidenden Momenten kam schon raus, was in mir drin war. Alles konnte mich aus der Fassung bringen. Egal, ob es Menschen, Dinge oder Themen waren.
Einen Menschen hasste ich mehr als alle anderen: Meine Oma. Sie als gestandene Geschäftsfrau dachte, ich erreiche nie etwas im Leben. Ich bin ein Versager kann nichts und werde nie was erreichen. Das tat weh. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man einen Menschen mehr hassen kann, als ich meine Oma gehasst habe. Auf einer Autofahrt hatte ich einen schweren Verkehrsunfall. Mit einem fixierten Nacken wurde ich nach Hause gebracht. Ich werde nie den Augenblick vergessen, als mein Mutter in mein Zimmer kam und mich fragte: „Junge, wie kannst du deine Oma gern haben?“ Ich sagte: „Mama , ich habe Jesus in mein Leben gelassen. Ich kann es nicht wirklich erklären, aber das Ergebnis aus der Beziehung war, dass ich nicht nur dich, sondern auch andere Menschen so annehmen kann, wie sie sind.“
Eine dreiviertel Stunde später war der aufregendste Moment in meinem Leben gekommen. Jemand aus meiner eigenen Familie, jemand, der mich so gut kannte, dem ich nichts vormachen konnte, sagt zu mir: „Junge, wenn Gott auch in meinem Leben das tun kann, was ich bei dir sehe, dann will ich ihm eine Chance geben.“ An Ort und Stelle betete meine Oma mit mir und vertraute, dass Christus ihre Sünden vergeben hat.
Normalerweise dauert es Tage, Wochen, Monate und manchmal auch Jahre, bis solche Veränderungen bei einem Menschen passieren. Das Leben meiner Oma veränderte sich direkt vor meinen Augen. Es war so, als hätte eine Hand plötzlich ein Licht eingeschaltet. Ich habe weder vorher noch nachher wieder eine so schnelle Veränderung erlebt.
Nachdem ich Jesus in mein Leben eingeladen hatte, brachte er seine Liebe mit, die so stark war, dass sie den Hass verblassen ließ. Ich konnte meiner Oma gegenübertreten, ihr in die Augen sehen und ihr sagen: „Omi, ich hab dich gern“. Und ich meinte das wirklich so. Nachdem ich mich einige Male so verhalten hatte, kam sie ganz durcheinander. Wir wurden gute Freunde. Später habe ich das Geschäft meiner Oma übernommen und ich bekam viel Hilfe von Ihr. Als meine Oma ein Pflegefall wurde, habe ich ihr sehr geholfen und in der Zeit viel mit ihr gebetet. Leider wurde meine Oma dement und ich hatte nicht mehr die Kraft und Zeit, ihr zu helfen. Meine Mutti und ich haben sie dann in ein Pflegeheim gegeben, wo sie sehr gut aufgehoben war und wir sie sehr oft besucht haben. Sie hat dort noch vier Jahre gelebt.
Du kannst über das Christentum lachen. Du kannst darüber lästern und dich lustig machen. Aber es funktioniert. Jesus verändert Leben. Wenn du dich auf Jesus einlässt, dann achte mal auf deine Haltungen und deine Einstellungen. Jesus will sie zum Positiven verändern.
Natürlich ist das Christentum kein Mittelchen, das man anderen einflößen kann. Alles, was ich tun kann, ist, dir zu erzählen, welche Auswirkungen es auf mich gehabt hat. Bei allem Weiteren kann ich nur sagen: Du entscheidest.
Vielleicht hilft dir das Gebet weiter, das ich damals gebetet habe: „Jesus, ich brauche dich. Danke, dass du für mich am Kreuz gestorben bist. Vergib mir und reinige mich. Ich vertraue mich dir an als meinen Herrn und Retter. Verändere mich, damit ich so werde, wie ich von Anfang an gedacht war.
Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Erfahrungsbericht helfen, Jesus ein Stück näher zu kommen.
Ich weiß selber, der Weg zu Jesus ist nicht leicht und kann auch mal Stolpersteine haben. Aber wer Jesus als Retter anerkennt, der wird Ihm auch früher oder später begegnen.
Jörg Kreisinger
